Peru

Der Grenzübergang von Bolivien nach Peru war mal wieder etwas besonderes. In Bolivien zuerst zur Migration, den Ausreisestempel abholen, dann zum Zoll, die Zolldokumente des Fahrzeugs abgeben. In 5 Minuten war beides vorbei. In Peru dann zur Migration, Einreisestempel abholen, war auch gleich erledigt. Dann zum Zoll. Der dortige Beamte versuchte und versuchte, die Infos des reisepasses, des Fahrzeugscheines und des Führerscheines in den PC einzugeben. Erst. nach über einer halben Stunde, unter zu Hilfenahme des Reinigungspersonals , klappte es.

Wir fuhren am Titicacasee entlang nach Puno und weite nach Juliaca, wo mal wieder absolutes Verkehrschaos herrschte. Wir übernachteten am Abzweig zur PE-34B an eiber PetroPeru Tankstelle und ein Gewitter brachte viel Hagel. Am nächsten Morgen ging es weiter doch nicht lange, um 8:30 Uhr, eine Straßensperre. Nichts ging mehr erst um 12 Uhr ging es weiter. Ca. 2 km, dann die nächste Sperre, nach einer halben Stunde dann weiter, es folgten noch 2 weitere Sperren, durch die wir allerdings durchfahren konnten. Dann erreichten wir unseren bisher höchten Pass mit 4.889 m. Auf der Runterfahrt gab es auch ein wenig Schnee, dann überwiegte der Nebel. An unserem Übernachtungsplatz besuchten uns Einheimische und wir tauschten unsere Informationen aus. Am nächsten Tag ging es bei gutem Wetter weiter und Coca-Blätter wurden an den Häusern zum Trocknen ausgelegt. Bald erreichten wir die Tiefebene und Erdrutsche zeugten vom Regen der vergangenen Tage, doch konnten wir glücklichrweise alle passieren. Kurz vor Puerto Maldonado sahen wir Blattschneiderameisen, die die Blätter der dortigen Bäume zerlegten und die Teile abtransportierten.

 

Puerto Maldonado - Villa Hermosa

Wir sind am 28.11. hier angekommen und warten auf Julia und Dominik um eine mehrtägige gemeinsame Dschungelexpedition zu machen. Die Villa Hermose hat einen Campingbereich und  Zimmer zu vermieten. Neben einem Pool gibt es ein Volleyballfeld und andere Betätigungsmöglichkeiten. Ein Ara sagt ständig "Hola" und schreit ganz laut, ein Affe hat Christine´s Brille geklaut und viele Vögel sind um uns herum. Leider aber auch im Moment viel Regen :-( und noch mehr Moskitos und andere Stechfliegen. Am 1. Advent hat es sich Christine nicht nehmen lassen, eine Weihnachtsstimmung zu erzeugen :-). Und dies bei ca. 28° Außentemperatur und nahe 100% Luftfeuchtigkeit.

Puerto Maldonada - die Stadt

Puerto Maldonado - Dschungeltour Teil 1 - Hazienda Tambopata

 Wir haben einen 4-Dschungeltrip bei Tambopata Wild gebucht. Zuerst ging es mit dem Auto über eine schlammige Urwaldpiste zum Fluss Tambopata und dann mit dem Boot zu unserer ersten Lodge, der Hacienda Tambopata. Eine Wanderung durch den Dschungel, aufgrund des vielen Schlammes in Gummistiefeln, zeigte uns viele Pflanzen und Tiere, darunter Affen und ein Faultier und viele Vögel und Schmetterlinge. An einem Baum waren Feuerameisen, die mit diesem speziellen Baum in einer Lebensgemeinschaft leben. Sie schützen den Baum und er gibt ihnen Nahrung und Nestmöglichkeit. Diese Feuermeisen sind aüßerst aggresiv und der Stich dieser Tiere ist sehr schmerzhaft. Früher wurden gefangene Weiße von den Indios an diese Bäume gebunden bis sie unter sehr schmerzhaften Umständen starben. Noch stärkere Schmerzen verursachen die Bullet Ants, in deutsch werden sie 24-Stunden Ameisen genannt. Unser Führer warnte uns, ihnen ja nicht zu nahe zu kommen, und man musste sehr aufpassen, denn es gab in dieser Gegend sehr viele davon. Diese Schmerzen sind für ca. 1 Tag so stark, und es gibt kein Gegenmittel, dass man es kaum aushält. Wird man von 4 -5 Ameisen gestochen, bekommt man einen Herzinfarkt, da der Körper die Schmerzen nicht aushält. Abends gingen wir aus Nachtwanderung und überall um uns herum gab es Taranteln, die jedoch nicht aggresiv sind.

Am nächsten Morgen ging es um 4:30 Uhr mit dem Boot weiter zum Tambopata National Park. Nachdem wir an einer Familie Wasserschweine vorbei kamen hielten wir an der Attraktion des Nationalparks, dem Ort wo die Papageien zur Neutralisation ihrer teils giftigen Früchte Lehm aufnehmen. Und wir hatten Glück, erst kamen die grünen Parteien und dann die gelbblauen und die roten. Wirklich wunderbar. Auf dem Rückweg mussten wir dann ca. 3,5 km laufen, da unser Fahrzeug nicht zum Anlegesteg kommen konnte. Ein LKW hatte sich auf einer Brück im Schlamm festgefahren und blockierte die Urwaldpiste. Dann ging es mit dem Auto weiter nach Puerto Maldonado.

 

Puerto Maldonado - Dschungeltour Teil 2 - Lodge Diamond Verde

Von Puerto Maldonado fuhren wir mit dem Boot zur am Rio Madre de Dios gelegenen Lodge Diamond Verde. Noch in Maldonado sahen wir wieder ein Faultier in einem Baum. Nach der Ankunft und dem Einchecken ging es zur einer Wander-/Bootstour zum Lago Sandoval. Zuerst ging es 3 km zu Fuss, dann ca. 300 m mit dem Booot bis zum See. Der See liegt wunderschön, eingerahmt durch den Dschungel. Neben vielen Vögeln sahen wir auch einen Riesenotter, wenn auch in weiter Entfernung, Affen, ein Faultier und eine Echse. Nachmittags machten wir eine Kanutour auf kleinen Seitenfluss des Rio Madre de Dios und hatten auch die Gelegenheit, in diesem Fluss zu baden.

Am nächsten Tag besuchten wir eine Fruit-Farm und ließen uns die Früchte und die Zubereitung erklären. Dann hieß es wieder packen und wir fuhren an den Rio Tambopata und machten dort einen weiteren Ausflug mit einem einheimischen Führer. Zwischendurch regnete es heftig, ein starkes Gewitter zog über uns hinweg. Danach fuhren wir im Dunkeln und beobachteten Tiere mit der Taschenlampe, auch ein kleiner Kaiman war dabei, den der Führer auch fing und dann wieder frei lies. 

Cusco - Bilder und Text folgen :-)

Morgen, 12.12.2019, geht´s auf eine 4-Tages-Wanderung nach Choquequirao