Reisebericht Island und Färöer Inseln



Nach einer Nacht am Rhein in Rodenkirchen bei Köln, wo wir uns mit Julia trafen und Essen gingen, fuhren wir weiter nach Wildeshausen. Dort besichtigten wir Nordeuropas größtes Gräberfeld der frühen Steinzeit und Steingräber. Anschließend fuhren wir nach Osdorf in der Nähe von Kiel und besuchten unsere Freunde Renate und Uwe, die wir zum ersten Mal in Kolumbien in Südamerika trafen.

Hirtshals

 

Bei super Wetter checken wir am schön gelegenen Campingplatz von Hirtshals ein. Kaum sind wir da, höre ich die Frage: Martin? Ja, es ist Nico, mit dem ich in der Gruppe auf der Motorradtour in Südamerika mit ExploTours durch Chile, Bolivien und Peru gefahren bin.

Um an den Strand zu kommen muss man einen kleinen Abhang hinunterklettern. Es ist sehr feiner Sand und Christine lässt es sich nicht nehmen ins kalte Wasser zu gehen. Am Strand liegen auch noch Schutzbunker vom zweiten Weltkrieg.

Dann gehen wir zum Leuchtturm und besteigen ihn. Man hat von dort eine tolle Aussicht auf den Campingplatz, die Stadt und die Bunkeranlage, das mittlerweile ein Museum ist und von uns danach besucht wird.

 

Wir besichtigen die übersichtliche, nette Stadt und den lokalen Hafen und essen im Restaurant Hirtshals Kro zu Abend. Der Tag endet mit einem super tollen Sonnenuntergang.

Abfahrt

 

Wir fahren früh zum Hafen, müssen jedoch noch warten, da die Einfahrt noch nicht freigegeben ist.  In der Nähe befindet sich ein Stellplatz, wo noch weitere Fahrzeuge stehen. Nach einer Stunde fahren wir wieder vor und stellen uns in die Warteschlange zum Einchecken. Recht zügig geht es weiter und bald stehen wir in der Fähre. Wir haben Glück, es ist genug Platz zum Herausnehmen unseres Tagesgepäcks vorhanden, das sieht ganz anders aus, wenn man in der Mitte eingekeilt stehen muss.

 

Wir beziehen unsere Kabine und machen einen Rundgang über das Schiff. Bald sind die letzten Passagiere an Bord und das Schiff fährt los. Noch ein letzte Blick auf Hirtshals und die Überfahrt nach Island beginnt.

 

Überfahrt

 

Das Wetter war anfangs noch sehr schön und wir ließen uns aus Freude über die Abfahrt und des Wetters am Abend nach dem Essen im Bordrestaurant eine Flasche Wein schmecken.  Am nächsten Morgen war das Wetter jedoch schlecht und bei der Ankunft am Zwischenstop Torshavn auf den Färöer Inseln war es ganz dunstig und der Wind hatte zugenommen. Doch rechtzeitig vor der Ankunft in Island kam die Sonne wieder raus und wie fuhren bei Sonnenschein in den Hafen von Seydisfjordur ein.

 

Ankunft in Island und Fahrt zu Askja

 

Nach einem letzten Blick zurück auf insere Fähre fuhren wir los. Da wir noch nichts gefrühstückt hatten machten wir auch bald Pause an einem schönen Platz und auf der Weiterfahrt sahen wir die ersten der unzähligen Wasserfälle Islands. Unsere erstes Ziel war Askja, ein riesiger Vulkan, der 1778 ganz Europa durch seine Asche verdunkelte und zu Missernten und Hungersnöten führte.

 

Dieser Vulkan ist nur über Pisten erreichbar, die aufgrund der Flussüberquerungen und des Sandes nur für Allradfahrzeuge erlaubt ist. Wir fuhren von der Straße 1, die geteerte Straße rund um Island, runter zuerst auf die F901, dann auf die F905 und schließlich auf die F910 bis zu Askja.  Die Strecke war neben den Flussdurchfahrten auch teilweise in ganz schlechtem Zustand und man kam nur langsam voran, eine Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 30 km/Stunde war nicht möglich. Schließlich kamen wir abends am Camp in der Nähe des Vulkans an und machten noch eine kurze Wanderung in eine nahe gelegene Schlucht. 

Askja

 

Der Weg zu Askja führt bis auf 1.200 m und Schneefelder wurden passiert. Vom Parkplatz führt ein 3 km langer Fußweg, davon größtenteils durch Schneefelder, zur Caldera. Ein prächtiger Anblick auf den See in der Caldera und den Seitenkrater Viti erwartete uns. Zum Seitenkrater Viti kann man einen Steilen Pfad herunterklettern und im See baden. Aufgrund der Erwärmung der unter der Askja liegenden flüssigen Lava hat der See immer eine angenehme Temperatur von ca. 20 bis 24 Grad, sodass einem Bad nicht entgegensteht. Wir gingen auch zum See in der Caldera, dort herrschte ein starker Wind bei Temperatur um die 10°

Von der Askja bis zum Myvatn See (Mückensee)

 

Zur Weiterfahrt beschlossen wir, über die Pisten F910 und F88 zum Myvatn zu fahren. Die Piste ist rau, viel Wellblech auf der Piste Nach einem kurzen Aufenthalt an einem Wasserfall fuhren wir zur Übernachtung an ein Camp am Berg Herdubreid. Gegen 22 Uhr sah Christine durch das Fenster einen gelbschwarzen VW Bus. Das konnten nur Andrea und Christian sein, die die Initiatoren einer Südamerika Gruppe in Deutschland sind. Wir trafen sie zum letzten Mal vor 2 Jahren. Wir riefen sie an und bald feierten wir ein Wiedersehen in unserem Husky. Auf der Weiterfahrt durchquerten wir eine lange Flussdurchfahrt, die mit ca. 60 cm auch ganz schön tief war. Eigentlich ist der Nissan für 45 cm ausgelegt.

Nach einer Pause in einem Vulkan, den wir auch auf dem Kraterrand umrundeten, fuhren wir nach Reykjahlid am Myvatn und dort auf den schon von mir besuchten Campingplatz Hlid. Von dort hat man eine tolle Aussicht auf den Myvatn.

Myvatn und Umgebung

 

Wir machten eine Rundtour um den Myvatn und starteten im Vogelerkundungsgebiet, das speziell für Ornitologen mit mehreren verdeckten Aussichtspunkten ausgestattet worden ist. 

Dann ging es zu einem Gebiet, in dem mehrere kleinere Vulkankrater zu finden sind. Als nächstes folgte Dimmuborgir, wo die Lava beim Erkalten bizarre Felsformationen geschaffen hat. 

Der Vulkan Hyverfjell kann relativ leicht bestiegen werden und bei der Kraterwanderung entstehen tolle Ausblicke auf die Umgebung. Dann folgte Grotagja, wo sich unterirdische Seen in den Lavaspalten gebildet haben. Das Wasser ist ca. 46° heiß und damit nicht zum Baden geeignet.

Thermalbad, Namafjall und Hverir, Kafla

 

 Wir gingen in das Thermalbad Jardbödin in der Nahe von Reykjahlid und genossen die Wärme der Pools.

Leirhnjukur

Dettifoss, Selfoss und Hafragilsfoss

Hljodaklettar und Asbyrgi

Halbinsel Langanes

Arctic Henge, Nupskatla und Raudinupur

Husavik - Wale und Delfine

Fehlende Texte und weitere Bilder folgen bald :-)